Jobangebote: 4 Softwareentwickler/-in - MünchenIhre Job-Aufgaben im eBusiness
Sie finden es spannend, sich in das IconParc eBusiness
Framework einzuarbeiten und auf dieser Basis Kunden-Projekte in wechselnden Teams zu realisieren
Sie besitzen eine hohe Eigenmotivation, Ihr Arbeitsstil zeichnet sich durch Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Zuverlässigeit aus, Sie sind ein angenehmer Teamplayer Für das schrittweise Übernehmen von Projektverantwortung bzw. das Mitgestalten des Frameworks sind Sie zu begeistern Sauberes Spezifizieren, solide Programmiertechnik, verantwortliches Testen und zuverlässige Teamarbeit sind für Sie machbare und erstrebenswerte Tugenden Sie begreifen es als positive Herausforderung, dass sich unsere Technologie laufend auf allen Ebenen weiterentwickelt; Kontinuierliche Lernbereitschaft und der Wille zur Weiterentwicklung zeichnen Sie aus Ihr Profil
Abgeschlossenes Studium, typischerweise Informatik, Mathematik o.vgl.
Erste (Berufs-)Erfahrungen und insbesondere Programmiererfahrung Web-Programmierung in HTML, Styles, JavaScript, XML Datenbankkenntnisse ( SQL, MS- SQL, Oracle) Internetverständnis (HTTP, FTP, SSL, SMTP) Interesse an Servertechnologien (Apache Webserver u.ä.) Sehr gute Deutschkenntnisse (Wort und Schrift), gute Englischkenntnisse Unser Job-Angebot im eBusiness
die Möglichkeit, Ihr Know-how bei der Umsetzung neuester Internet-Technologien weiterzuentwickeln sowie Projektverantwortung zu übernehmen
laufend interessante Internet-Projekte und leistungsorientierte Bezahlung einen Arbeitsplatz im Zentrum von München (Stachus) mit Blick auf den Alten Botanischen Garten angenehme Atmosphäre in einem hochmotivierten Team von Spezialisten, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und sich dabei gegenseitig unterstützen Bewerbungen bitte ausschließlich per E-Mail an: jobs.2011(AT)iconparc.de Die Bewerbung
"Bewirb dich doch da mal", sagte meine Freundin neulich, während wir in der dampfigen Küche standen. Mit dem nassen Finger deutete sie auf eine Stellenanzeige. "Global Key Pilot Executive Manager for System Convenience. Das ist doch genau das Richtige für dich."
"Hm", sagte ich und beugte mich über die Stellenanzeige. Ob das wirklich etwas mit Computer-aufschrauben-und-wieder-zuschrauben zu tun hatte? Viel anderes konnte ich nämlich nicht. Meine Chancen bei der Future Venture Plum Holding schätzte ich als nicht all zu hoch ein. Absolute Vorraussetzung war nämlich die erfolgreiche Teilnahme an der Marlboro Adventure Tour. Ich hatte zwar die Camel Trophy mitgemacht, dabei auch erfolgreich einen Toyota Landcruiser im Wildbach versenkt, aber ich konnte einfach das Zertifikat nicht mehr finden. Das hatte wahrscheinlich ein Löwe aufgefressen, während ich versuchte, eine britische Pilotin zu trösten, die sich gerade mit ihrer Cessna bei der Landung um eine Kokospalme gewickelt hatte. "Ich würd's trotzdem versuchen", sagte meine Freundin, während sie mir die heißen Kartoffeln zum Schälen zuschob. "Zertifikat hin oder her. Immerhin willst du doch nur Computer reparieren." Das stimmte. Immerhin wollte ich nur Computer reparieren. "Schau mal", sagte meine Freundin weiter. "Die wollen doch nur die Marlboro Adventure Tour wegen dem 'Venture' im Firmennamen. Aus marketingtechnischen Gründen." Als wir mit dem Essen fertig waren und ich abgespült hatte, sendete ich meine Bewerbung an die Future Venture Plum Holding. Dazu ein Foto von mir: ich in Anzug und Krawatte vor dem sinkenden Toyota Landcruiser, souverän lächelnd, die eine Hand in der Hosentasche, die andere auf dem Kühler eines Nissan Patrol True Offroad Limited. Auf dem Weg zur Personalabteilung begegnete ich einem Typen mit langen Haaren, ausgewaschenen Jeans und Norwegerpullover. "Zur Personalabteilung wollen Sie?" sagte er und schüttelte den Kopf. "Da geht's lang." Ich bedankte mich, stolperte dabei über ein Kabel und flog auf dem grauen Teppichboden der Länge nach hin. Der Typ hob meine Bewerbungsunterlagen auf: "Weh getan?" "Nein", sagte ich und versuchte den Schmerz in meinem Knie zu überspielen. "Dann ist ja gut. - Übrigens. Ich glaube, Sie können was. Ich habe das im Gefühl. Am besten ist, Sie kommen gleich mit." "Nein, ich muss zu Herrn Mob in die Personalabteilung. Und heute Nachmittag geht's zum Assessment Center. Ich habe mich nämlich für eine Stelle als Global Key Pilot Executive Manager for System Convenience beworben." Der Typ sah mich mit gedämpfter Neugier an: "Wofür?" "Weiß ich auch nicht, aber ich kann Computer reparieren." "Dann gehen Sie lieber nicht da hoch." Ich beobachtete, wie ein Mann im grauen Anzug durch die gläsernen Schiebetüren kam und seinen Blick auf mich richtete. "Na? Ein Bewerber, was?" donnerte seine Stimme durch den Eingangsbereich, während er schnellen Schrittes an uns vorüberging. "Nichts da ohne Personalabteilung! Ich sage Herrn Mob schon mal Bescheid." Und schon war er im Treppenhaus verschwunden. Ich sah den Typen im Norwegerpullover an. "Ich glaube, ich gehe da besser mal hoch." "Hm", sagte der und verschwand mit schleifendem Schritt in einem der Gänge. Ich betrat ein Großraumbüro. Eine Dame saß gleich hinter der Glastüre und schüttelte den Kopf. "Was?! Sie tragen nur eine einzige Krawatte? Sie machen sich wohl lustig über uns." "Nein", sagte ich. "Ich bewerbe mich doch nur als Global Key Pilot Executive Manager für System Convenience." "Na, aber hören Sie mal, drei Krawatten sind das Mindeste. Ich kann Ihnen welche verkaufen." Also suchte ich mir zwei Exemplare aus und band sie mir um. Die Frau lächelte zufrieden. "Sehen Sie, das macht schon gleich sehr viel mehr her. Ha, nur eine einzige Krawatte, wo gibt's denn so was?" Herr Mob war ein großer, schlanker Mann um die Ende vierzig mit kahl rasiertem Kopf und schwarzem Anzug. "Da wären wir ja endlich." Seine Finger spielten mit der Krawattensammlung an seiner Brust. "Also ihre fachlichen Fähigkeiten interessieren mich schon mal nicht. Ihr Foto mit dem Landcruiser reißt mich auch nicht gerade vom Hocker. Platz 517.368. Da gibt's Leute, die haben sinkende Flugzeuge im Hintergrund, ohne dieses zittrige Lächeln auf den Lippen."
"Klar", sagte ich und nickte möglichst kompetent.
Herr Mob sah mich an. "Sie haben geschrieben, Sie würden sich jeden Tag Knetmasse unter die Achseln stecken. Das hat uns imponiert. Wissen Sie, die Soft-Skills, das ist das, was mich an Ihnen interessiert, an die will ich ran bei Ihnen." "Schon", sagte ich. "Aber ich soll doch Computer reparieren." "Na hören Sie mal. Die Personalabteilung macht hier schließlich fünfzig Prozent aus, dritter, vierter, fünfter und sechster Stock." Eifrig las er in meinem Lebenslauf. "Hm. Camel Trophy, das ist eine Spur zu soft. Nicht umsonst fordern wir die Marlboro Adventure Tour. Das ist Hard-Soft, das brauchen wir. Und außerdem passt Adventure besser zum Venture in 'Future Venture Plum Holding', marketingtechnisch, wissen Sie." Plötzlich stand Herr Mob von seinem Schreibtisch auf und stellte sich vor mich hin, den Rücken mir zugewandt. "Na kommen Sie schon!" Ich hatte keine Ahnung, was er wollte, also blieb ich besser sitzen. Herr Mob aber drehte sich um und sah mich mit ernstem Blick an. "Sagen Sie mal, haben Sie unsere Internetseite nicht gelesen? Sonst wüssten Sie jetzt von unserem täglichen Umzug durch die Firma. Nun kommen Sie schon und legen mir die Hände auf die Schulter." Herr Mob lief los und zog mich mit. Er begann zu singen und wiegte dabei seinen Kopf im Rhythmus hin und her. "We want no soft, we wonn'a Hard Soft Soft." Doch dann sah er sich ungeduldig um. "Jetzt singen Sie doch endlich mit! Frau Huber und Frau Müller und Frau Korzenbacher kommen auch schon. Was sollen die denn von Ihnen denken? Seien Sie ein Mann!" Es dauerte keine halbe Minute, bis sich alle Leute aus dem Großraumbüro dem Zug angeschlossen hatten. "We want no soft, we wonn'a Hard Soft Soft." Nach etwa 20 Minuten löste sich der Zug allmählich auf. Schweißtriefend verschwanden die Mitarbeiter hinter ihren Stellwänden. Beim Mittagessen musste ich meine guten Manieren unter Beweis stellen. Demonstrativ schleckte ich mein Messer ab, so wie ich es in letzter Zeit des Öfteren gesehen hatte und schob es mir weit in den Rachen. Herr Mob lächelte gönnerhaft. "All zu schlecht stehen ihre Chancen nicht mehr. Jetzt müssen Sie sich nur noch im Assessment Center bewähren." Das Assessment Center fand im sechsten Stock statt. Herr Mob deutete auf eine Gruppe von Leuten, die alle Bewerbungsmappen unter dem Arm trugen. "Jetzt gibt's Teil Zwei der Soft-Skills", sagte er und schob die eine Hand managerhaft in die Hosentasche, mit der anderen untermauerte er seine Erklärungen. "Manche von Ihnen kennen die Spielregeln ja schon. Sie müssen nun einen Strategieplan entwickeln, wie sie die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Vermehren und Reduzieren. Verstehen Sie? Das ist wie Atmen." Herr Mob atmete tief ein. "Machen Sie mir das mal nach. Tieeeeef ein und weeeeeeeeiiiit aus." Wir alle atmeten ein und aus. "Sehen Sie", sagte Herr Mob. "Geht doch. Jetzt sind Sie unserer Firmenphilosophie schon direkt auf der Spur." Und dann kam der praktische Teil. Nach dem Hyper-Bank-Prinzip mussten wir versuchen uns auf softe Weise gegenseitig rauszuekeln. Eine Mitbewerberin im grünen Minirock musste sich übergeben. Ich wusste, aufschlecken brachte Punkte, also nichts wie hin. Ehe ich mich versah, hatte ich einen Schlag auf die Nase bekommen, eine symbolische Kündigung, wie mir Herr Mob später erläuterte. Am Ende überlebte nur einer. Er war derjenige, der seine Loyalität zeigen und aus dem Fenster springen durfte. "Ihr seid ja alle nicht motiviert", sagte er und sprang. Wir standen alle um das offene Fenster herum, mit zum Gebet gefalteten Händen und sangen im Chor: "I skill, you skill, we all skill soft skill." Auf dem Weg nach draußen hatte ich noch immer den Rhythmus im Ohr. Da lief mir der langhaarige Typ mit dem Norwegerpulli über den Weg: "Sie sehen aber nicht gut aus. Noch immer Lust auf Personalabteilung?" "Nee", sagte ich und schüttelte den Kopf. "Dann ist ja gut. Am besten ist, Sie bewerben sich gleich morgen früh bei IconParc in München. Das machen wir alle, denn da begegnet man keinem Personaler." Ich bedankte mich und ging auf die Glastüren zu. Sie öffneten sich, und endlich war ich draußen. Geschrieben von Ulrich Wenzel.
Aus der Presse
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